Pfarrstelle

Lutz Domröse – unser neuer Pfarrer!!! Herzlich willkommen!

Eva-Maria Osterrieder

Nachdem unsere Ausschreibung zur Pfarrstelle inclusive Erinnerungen im Amtsblatt der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern leider nicht fruchteten um einen Pfarrer/in anzusprechen haben Margarete Faust, Pfarrer Sebastian Geißlinger und ich beschlossen, dass man einen Motivationstext auf unsere Homepage stellen könne. Diesen Part habe ich sehr gerne übernommen. Immer wieder hörten besonders Margarete Faust und ich, dass ja alles „auch so“ gut liefe, trotz Vakanz und Corona. Das hat uns zwar geschmeichelt und vielen Dank dafür - aber wir sind doch sehr froh nun unseren neuen Pfarrer ab 01.03.2021 begrüßen zu dürfen. Beim Kennenlernen ist uns gleich seine jugendliche Art sehr positiv aufgefallen und wir stellten beim persönlichen Gespräch fest, dass ihm vieles am Herzen liegt, das auch uns wichtig ist.
Dass wir hier eine lebendige, offene Gemeinde sind und vieles auch in Teams (ohne Pfarrer) sehr gut läuft hat ihn nicht abgeschreckt sondern eher angesprochen.

Pfarrer Lutz Domröse

Grüß Gott und Hallo!

„Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“ (Philipper 2,4)

Pfarrer Lutz Domröse

Das ist einer der beiden Losungssätze für den 1. März, den Tag, an dem ich meinen Dienst in Miltenberg beginnen werde.
Was für eine schöne Überschrift für die Arbeit eines Pfarrers in einer Kirchengemeinde: auf das zu sehen, was dem andern dient. Einen „Helfer in allen Situationen“ hat sich die Kirchengemeinde Miltenberg gewünscht, so war es auf der Homepage unter „Pfarrstelle“ zu lesen.
In einem Absatz, der mit dem Satz begann: „Trotz aller 'Selbstständigkeit' in vielen Bereichen freuen wir uns auf eine/n Pfarrer/in.“ Wunderbar finde ich es, dass sich „meine“ zukünftige Gemeinde da als eine präsentiert, die mit ihrem Pfarrer leben möchte, ohne von ihm abhängig zu sein.
Der Losungssatz ist aber auch ein gutes Motto für das ganze Leben einer Kirchengemeinde: dass wir einander sehen mit dem, was wir brauchen. Vieles geschieht ja schon mit dem Blick auf das, was dem anderen dient, wie ich in der Ausschreibung lesen konnte: Essen auf Rädern, Nachbarschaftshilfen, Martinsladen, Nichtsesshaften-Betreuung, Asylkreis für Frauen.
Mit solch einem Blick möchte ich gerne bei Ihnen anfangen und in das Leben der Gemeinde hineinwachsen. So zu handeln und so zu reden nehme ich mir gerne vor.
Sie bekommen einen Pfarrer mit einiger Erfahrung, immerhin bin ich schon seit 30 Jahren im kirchlichen Dienst. Meistens werde ich für jünger gehalten als ich bin, so dass das Motto von Miltenberg „Ganz schön junges Mittelalter“ vielleicht auch auf mich zutrifft.
Der Losungssatz ist aber auch ein schönes Wort, um in Miltenberg zu leben, privat und nicht-dienstlich. Denn leicht überlesen steht da das Wörtchen „auch“: „Sondern auch auf das, was dem andern dient“. Auf das Seine darf man schon auch sehen! Das möchte ich gerne tun. Zusammen mit meiner Frau Heidi, die sich schon sehr auf Miltenberg und die Gemeinde und auf neue Begegnungen freut. Und mit unserem Hund, der gerne mit mir im Odenwald wandern und ohne mich im Main baden wird.
In einer Sitzung mit dem Kirchenvorstand Ende Dezember wurde ich nicht nur gefragt, was ich mir dienstlich noch vornehme für die nächsten Jahre, sondern auch – da ist es, das Wörtchen – was ich privat vorhabe zu verwirklichen. Ich habe da von meinem Saxophon gesprochen, das darauf wartet wiederbelebt zu werden, und von einer Reise nach Neuseeland, die wir irgendwann vorhaben. In diese Reihe gehört auch, dass wir Miltenberg und seine Umgebung kennenlernen wollen – nicht zu vergessen die Weine dieser Gegend, die wir schon zu kosten begonnen haben.

Mit herzlichen Grüßen, noch aus der Goldschlägerstadt Schwabach
Ihr Pfarrer Lutz Domröse